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Jedes Objekt, das man mit einer Serviette verzieren möchte, muss hellgrundig sein, damit die Servietten besser zur Geltung kommt. Ist das Objekt aus Holz, reicht eine Grundierung (damit die Holzstruktur nachher nicht durchscheint), bei anderen sind manchmal zwei Anstriche nötig, um die Grundfarbe vollkommen zu überdecken. Das Trocknen kann man durch Föhnen beschleunigen.
Geeignet zum Grundieren ist Acryl-Farbe. Es gibt sie in Bastelläden oder in der Bastelecke der großen Baumärkte. Man kann aber auch Wandfarbe nehmen, sollte dann aber darauf achten, dass es wasserlösliche Farbe ist, d. h. man kann die Pinsel mit klarem Wasser auswaschen. Ich habe die besten Erfahrungen mit der hauseigenen Marke von Obi ("Obi Classic Qualitätsweiß innen seidenmatt") gemacht, da genügt nämlich eine Grundierung! Die meisten Obi-Filialen haben übrigens auch eine tolle Bastelabteilung! ;-)
Wenn man nicht mit einem Pinsel grundiert, sondern die Farbe mit einem Schwämmchen auftupft, deckt das besser und man bekommt eine interessante Oberfläche.
Bei den Pinseln nehme ich die mit hellen Borsten, die dunklen verlieren eher Haare und die hat man dann auf dem Objekt. Diese Pinsel von VBS sind z. B. gut geeignet:

Nach dem Grundieren schneidet man das gewünschte Bild randgenau aus der Serviette aus oder reißt es vorsichtig mit etwas Abstand aus. Man kann natürlich auch die ganze Serviette oder größere Teilstücke nehmen, aber das erfordert etwas Übung, damit man mit dem Pinsel und dem Kleber nicht zu viele Falten hineinstreicht.
Von dem Serviettenbild braucht man dann nur die oberste Schicht. Dies legt man auf das grundierte Objekt und streicht dann vorsichtig von innen nach außen den Serviettenkleber auf. Dafür am besten die Pinsel mit den etwas härteren "beigefarbenen" Borsten nehmen und zügig arbeiten.
Statt Serviettenkleber kann man auch Klar- oder Mattlack verwenden. Der hat den Vorteil, dass er nicht so flüssig ist und man somit nicht so viele Falten in die Serviette streicht.
Dann kann man die Zwischenräume mit einer Kontrastfarbe ausmalen oder betupfen. Zum Malen nehme ich die weißen Pinsel, die haben ganz weiche Borsten. Wenn Ihr Farben mischen wollt, nehmt ein kleines Töpfchen und gebt dort etwas von der hellen Farbe hinein. Dann die dunklere Farbe tröpfchenweise hinzugeben und verrühren, bis der gewünschte Farbton erreicht ist.
Wenn man die Zwischenräume betupfen möchte, taucht man den Tupfpinsel (mit Schaumstoff vorne) vorsichtig in die Farbe und dann auf ein Blatt Papier, bis nur noch so wenig Farbe dran ist, dass das Ergebnis getupft aussieht. Zum späteren Benetzen des Tupfpinsels mit Farbe kann man dann in die ersten Tupfversuche stippen und damit wieder Farbe aufnehmen.

Wenn man fertig ist, kann man entweder das Ganze nochmal mit Serviettenkleber bestreichen, dadurch glänzt es schön. Oder man streicht Acryllack auf, den es in matt oder glänzend gibt. Auch hier wieder auf die Wasserlöslichkeit achten!
Viel Spaß und gutes Gelingen!!
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